Keine Regierungsgespräche zur Verbesserung des ICE-Angebots - Markus Tressel - Mitglied des Deutschen Bundestages - Bündnis 90/Die Grünen - Saarland

Bahn-Hilfspaket: Saar-Fernverkehrsausbau nicht zur Disposition stellen

Tressel warnt vor möglichem Aus der Fernverkehrsstrategie

Anlässlich des milliardenschweren Hilfspakets für die Deutsche Bahn warnt der saarländische Bundestagsabgeordnete und Grünen-Landeschef Markus Tressel vor einem möglichen Aus für die geplante Fernverkehrsstrategie 2029, mit der das Saarland eigentlich besser angebunden werden sollte. Offenbar muss die Deutsche Bahn auf Druck der Großen Koalition im Gegenzug massive Einsparungen erbringen. Der Grünen-Politiker appelliert an die Saar-Bundestagsabgeordneten von CDU und SPD, sich entschieden gegen Sparmaßnahmen zu Lasten von Zukunftsinvestitionen in den Fernverkehrsausbau im Saarland zu stellen.

„Medienberichten zufolge soll das geplante milliardenschwere Bahn-Hilfspaket mit massiven Einsparungen bei der Deutschen Bahn in den kommenden Jahren einhergehen. Die Sparmaßnahmen auf Druck der Großen Koalition in Berlin könnten das Aus für die Fernverkehrsstrategie bedeuten, die eigentlich bis zum Jahr 2029 kommen soll. Zweifel daran gibt es schon länger. Diese wurden offenbar auch von der Deutschen Bahn selbst, zumindest informell, kommuniziert, wie der Trierer Oberbürgermeister erst vor wenigen Monaten berichtete“, sagt Markus Tressel, Bundestagsabgeordneter und Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Saar.

Der Grünen-Politiker appelliert an die Saar-Bundestagsabgeordneten von CDU und SPD, sich gegen Sparmaßnahmen zu wenden, die Zukunftsinvestitionen für das Saarland verhinderten. Tressel: „Der Ausbau des Fernverkehrs der Deutschen Bahn in derzeit abgehängte Regionen wie das Saarland zum Jahr 2029 darf auf keinem Fall zur Disposition stehen. Gerade das Saarland ist vor dem Hintergrund des desolaten Fernverkehrsangebots dringend auf die tatsächliche Umsetzung der Fernverkehrsstrategie angewiesen. Die neuen Züge müssten für Klima und Wirtschaft eigentlich schon viel früher aufs Gleis. Vor dem Hintergrund der Klimakrise und eines veränderten Nutzerverhaltens brauchen wir mehr Bahn und nicht weniger, vor allem im ohnehin weitgehend vom Fernverkehr abgehängten Saarland.“