Saar-Lebensmittelhandwerk besser unterstützen und schützen - Markus Tressel - Mitglied des Deutschen Bundestages - Bündnis 90/Die Grünen - Saarland

Corona-Folgen: Tressel will besonderen Fokus auf Innenstädte

Lockerungen der Corona-Beschränkungen im Handel müssen nachvollziehbar, verlässlich und für alle umsetzbar sein

In der Diskussion um die Lockerung der Corona Beschränkungen will der Grünen-Bundestagsabgeordnete Markus Tressel ein besonderes Augenmerk auf unsere Innenstädte, kleine Läden und Gewerbe legen. Diese bräuchten besondere Unterstützung, weil sie schon vor der Krise stark unter Druck gewesen seien. Dennoch müssten etwaige Entscheidungen zu Lockerungen der Krisenmaßnahmen im engen Schulterschluss von Wissenschaft und Wirtschaft getroffen werden.

Markus Tressel MdB und Landesvorsitzender der saarländischen Grünen erklärt dazu: „Die Diskussion um die Wiedereröffnung im Handel ist in vollem Gange. Grundvoraussetzung muss dabei sein, dass Lockerungen epidemiologisch vertretbar sind. Darüber hinaus müssen die Lockerungen schrittweise und in sinnvollen Korridoren erfolgen. Eine zu schnelle Aufhebung von Maßnahmen, die dann wieder zurückgenommen werden müssen, könnte noch schädlicher sein. Änderungen müssen nachhaltig sein und so frühzeitig angekündigt werden, dass für Handel und Gastronomie genügen Zeit bleibt, sie umzusetzen.“

Besonders wichtig sei, dass Maßnahmen, wie verschärfte Hygienevorschriften oder Distanzregelungen, für alle Gewerbetreibenden, also auch für kleine Gewerbe umsetzbar seien. Ein regulatorisches Ungleichgewicht würde das Pendel zugunsten größerer Handelsstrukturen ausschlagen lassen. Zwischenlösungen, wie erweiterte Liefer- und Bestelldienst oder bei den Öffnungszeiten müssen auch für Kleinunternehmer zugänglich sein oder müssten anderweitig für kleine und mittlere Anbieter gezielt gefördert werden.

Markus Tressel: „Bereits vor der Krise gab es Diskussionen um das Aussterben unserer Innenstädte, der Kleinunternehmen im Bereich Handel und Gastronomie. Über 54% aller Läden in unseren Innenstädten werden von Kleinunternehmen betrieben. Wenn wir jetzt über eine Wiedereröffnung nachdenken, müssen wir diese Akteure besonders im Auge behalten: Maßnahmen müssen für alle Akteure transparent, verlässlich und umsetzbar sein. Für den Erhalt unserer Innenstädte müssen wir nach der Corona-Krise gegebenenfalls auch bereit sein, Geld in die Hand zu nehmen. Unsere Innenstädte und Ortskerne brauchen gezielte Unterstützung, wenn wir auch nach Corona keine verwaisten Zentren haben wollen.“