Markus Tressel Saarland

Fernverkehr: Taten statt leerer Phrasen, Herr Ministerpräsident!

Tressel fordert neue Fernverkehrsinitiative – Gespräche auch mit Flixmobility und CFL führen

Als Reaktion auf die Forderung von Ministerpräsident Hans nach einer besseren Fernverkehrsanbindung des Saarlandes und vor dem Hintergrund von wiederholten Flugausfällen fordert der saarländische Bundestagsabgeordnete und Grünen-Landeschef Markus Tressel endlich konkrete Taten statt weiterer leerer Phrasen zu einem lange bekannten Problem. Tressel fordert Ministerpräsident Hans auf, angesichts der veränderten Rahmenbedingungen durch das milliardenschwere Investitionsprogramm „Starke Schiene“ eine neue Initiative für eine verbesserte Fernverkehrsanbindung des Saarlandes zu starten. Die Fernverkehrsstrategie der Deutschen Bahn müsse vorgezogen werden. Zugleich müsse die Landesregierung Gespräche mit Bahn-Wettbewerbern wie Flixtrain, Rheinjet und der Luxemburger Staatsbahn (CFL) führen.

„Seitdem Anfang 2015 die Deutsche Bahn ihre Fernverkehrsstrategie 2029 für das Saarland verkündet hat, ruht sich die Landesregierung weitestgehend auf dem vermeintlichen Erfolg aus. Statt konkreter Taten mit handfesten Ergebnissen, gab es seitdem immer wieder nur Beruhigungspillen in Form von Ankündigungen und leerer Versprechen. Dabei dauert es sogar aus heutiger Perspektive noch ein Jahrzehnt, bis die neuen Züge wirklich auf dem Gleis sein sollen. Für den Wirtschaftsstandort Saarland ist dies ein untragbarer Zustand“, sagt Markus Tressel, Bundestagsabgeordneter und Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Saar.

Tressel fordert angesichts der geänderten Rahmenbedingungen im Zuge der neuen milliardenschweren DB-Dachstrategie „Starke Schiene“ eine neue Fernverkehrsinitiative des Saarlandes. Tressel: „Während die Bahn in anderen Städten ihr Fernverkehrsangebot bereits deutlich ausgebaut hat, herrscht an den beiden verbliebenen Fernverkehrsbahnhöfen Saarbrücken und Homburg Flaute. Verbesserungen im Fernverkehrsangebot sind nicht in Sicht. Die nun geplanten zweistelligen Milliardeninvestitionen in neue Züge, moderne Bahnhöfe und 100.000 neue Arbeitsplätze dürfen nicht am Saarland vorbeifließen. Ministerpräsident Hans muss mit Nachdruck darauf zu drängen, die für das Jahr 2029 geplante Fernverkehrsstrategie mindestens auf das Jahr 2024, besser früher, vorzuziehen.“

Daneben erwartet der Grünen-Politiker auch ganz neue Impulse durch das Land. Tressel: „Die Landesregierung muss auch das Gespräch mit Bahn-Wettbewerbern wie Flixmobility oder Rheinjet suchen, um ein mögliches Engagement im Saarland zu eruieren. Möglich sind auch Gespräche mit der Luxemburger Staatsbahn CFL, die heute bereits nach Düsseldorf fährt. Das erzeugt zugleich auch Druck auf die Deutsche Bahn. Das Verhandlungs-Engagement, das die Landesregierung regelmäßig mit Fluggesellschaften an den Tag legt, könnte sie auch mal auf der Schiene beweisen.“ Gerade auch durch die baldige Öffnung des französischen Fernverkehrsmarktes könnten sich durch neue grenzüberschreitende Verbindungen große Chancen für das Saarland ergeben.