Reisendenzahl entwickelt sich weit unterdurchschnittlich - Markus Tressel - Mitglied des Deutschen Bundestages - Bündnis 90/Die Grünen - Saarland

Grünen-Anfrage: Reisendenzahl entwickelt sich weit unterdurchschnittlich

Tressel: Fernverkehrsstrategie für das Saarland auf das Jahr 2024 vorziehen

In den vergangenen fünf Jahren hat sich die Zahl der Reisenden im Fernverkehr der Deutschen Bahn in und aus dem Saarland um lediglich 6,6 Prozent erhöht und bleibt damit meilenweit hinter dem Bundesdurchschnitt von 12,8 Prozent zurück. Dies geht aus einer Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage des saarländischen Grünen- Bundestagsabgeordneten und Grünen-Landeschefs Markus Tressel hervor. Der Grünen-Politiker appelliert an die Deutsche Bahn, die für das Jahr 2029 geplante Fernverkehrsstrategie für das Saarland auf das Jahr 2024 vorzuziehen. Das Saarland müsse von den neuen zweistelligen Milliardeninvestitionen in neue Züge und dem Vorhaben, die Reisendenzahl zu verdoppeln, profitieren.

„Wie mir das Bundesverkehrsministerium mitteilt, hat sich zwischen 2014 und 2018 die Zahl der Reisenden im Fernverkehr der Deutschen Bahn in und aus dem Saarland um lediglich 6,6 Prozent erhöht. Das Saarland liegt damit meilenweit hinter dem Bundesdurchschnitt von 12,8 Prozent Zuwachs. Während bundesweit die Verkehrswende so langsam vorankommt, hinkt das Saarland der Entwicklung weit hinterher. Wir brauchen ein besseres Fernverkehrsangebot, damit mehr Menschen umsteigen“, sagt Markus Tressel, Bundestagsabgeordneter und Chef der Saar-Grünen.

Während die Bahn in anderen Städten ihr Fernverkehrsangebot deutlich ausgebaut habe, Takte erhöht und Fahrzeiten verkürzt, herrsche an den beiden saarländischen Fernverkehrsbahnhöfen Saarbrücken und Homburg weitestgehend Stillstand. Tressel: „Von fünf täglichen Zugpaaren zwischen Frankfurt, Saarbrücken und Paris sind gerade mal vier übrig geblieben. Sonstige Fernverkehrsverbindungen müssen mit der Lupe im Fahrplan gesucht werden. Wenn es mal, wie mit dem neuen Berlin-ICE, überraschenderweise zu einem Angebotsausbau kommt, dann wird zugleich ein anderes Angebot, wie in dem Falle der Dresden-ICE, eingestellt.”

Der Grünen-Politiker appelliert an die Deutsche Bahn, ihre für das Jahr 2029 geplante Fernverkehrsstrategie für das Saarland auf das Jahr 2024 vorzuziehen. Nur so könne man signifikant mehr Reisende gewinnen. Tressel: „Die Rahmenbedingungen haben sich spätestens dieses Jahr mit der neuen Dachstrategie ‚Starke Schiene‘ grundlegend verändert: Zweistellige Milliardeninvestitionen in neue Züge und das Vorhaben, die Reisendenzahl zu verdoppeln, dürfen nicht am Saarland Halt machen. Wir können nicht noch ein Jahrzehnt auf bessere Fernverkehrsverbindungen warten. Die neuen Verbindungen müssen spätestens 2024 aufs Gleis und dann in den Folgejahren weiter konsequent ausgebaut werden.”

Hier finden Sie die Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf die Schriftliche Frage von Markus Tressel. Die bundesweite Reisenden-Entwicklung im DB-Fernverkehr zwischen 2014 und 2018 finden Sie auf der DB-Website als pdf-Dokument.