Leere Sitze am Flughafen - Markus Tressel - Mitglied des Deutschen Bundestages - Bündnis 90/Die Grünen - Saarland

Kundengeldabsicherung: Ein Schritt in die richtige Richtung

Der tourismuspolitische Sprecher der Grünen im Bundestag, Markus Tressel MdB, begrüßt die öffentlich gewordenen Eckpunkte zur Neuregelung der Kundengeldabsicherung im Pauschalreiserecht. Gleichzeitig kritisiert Tressel jedoch, dass weiter eine Lösung für Reiseveranstalter fehlt, die von der Corona-Krise betroffen sind. Tressel weiter:

„Es ist gut, dass die Bundesregierung endlich die Lehren aus der Insolvenz von Thomas Cook zieht und eine mit dem EU-Recht vereinbare Kundengeldabsicherung schafft. Mit der Fondslösung, die weitgehend unseren Forderungen entspricht, hat sich zum Glück die bessere Lösung für den Verbraucherschutz durchgesetzt.“

Was allerdings immer noch fehle, sei eine Lösung für die Erstattung von Kundengeldern für Reisen, wegen der Corona-Krise storniert wurden, so Tressel weiter. Viele Verbraucherinnen und Verbraucher warteten schon viel zu lange auf ihr Geld, gleichzeitig sind die Rückforderungen gerade für kleine Reiseveranstalter existenzbedrohend. Eine Lösung wäre, diese Kundengelder auch aus dem Kundengeldfonds zu erstatten, um so Insolvenzen vorzubeugen. Deshalb müsse die Bundesregierung den Insolvenzfonds krisenbedingt zunächst finanziell ausstatten und die Liquidität der Reiseveranstalter schützen.

„Die Bundesregierung hat auf die Corona-bedingte Notlage in der Reisebranche immer noch nicht ausreichend reagiert. Die Rettungspakete greifen nur teilweise. Darunter leiden die Unternehmen, die Beschäftigten, aber auch die Verbraucherinnen und Verbraucher. Es braucht schnelle Lösungen, um jetzt noch Insolvenzen zu verhindern.“