Zugkahlschlag Fahrgastzahl kann nicht das Kriterium sein - Markus Tressel - Mitglied des Deutschen Bundestages - Bündnis 90/Die Grünen - Saarland

Luxemburg-Pendler: Alternativen zum eigenen Auto notwendig

Tressel: SaarLuxBusse und Saarbrücken-Express in den SaarVV integrieren

Als Reaktion auf die weiter ansteigenden Pendlerzahlen nach Luxemburg fordert der saarländische Bundestagsabgeordnete und Grünen-Landeschef Markus Tressel mehr und attraktivere Busverbindungen ins Großherzogtum. Zugleich müssten die Busverbindungen tariflich und fahrplanmäßig in den SaarVV integriert werden. Vor dem Hintergrund der Klimakrise und den starken Verkehrsbelastungen brauche es echte Alternativen zum eigenen Auto. Gute Verkehrsverbindungen sorgten zudem dafür, dass das Saarland vom wirtschaftlichen Wachstum des Großherzogtums profitiere. Insbesondere brauche es auch eine direkte Bahnverbindung nach Luxemburg.

„Obwohl die Pendlerzahlen nach Luxemburg immer weiter ansteigen, gibt es bislang wenig Alternativen zum eigenen Auto. Dabei wird das prognostizierte starke Wachstum des Großherzogtums die Pendlerströme in den kommenden Jahren voraussichtlich sogar noch einmal deutlich ansteigen lassen. Vor dem Hintergrund der Klimakrise und der ohnehin starken Verkehrsbelastungen sind bessere Verkehrsangebote jenseits vom motorisierten Individualverkehr daher dringend geboten“, sagt Markus Tressel, Bundestagsabgeordneter und Chef der Saar-Grünen.

Der Grünen-Politiker fordert mehr und attraktivere Busverbindungen. Tressel: „Bis endlich eine direkte Bahnverbindung aus dem Saarland nach Luxemburg auf dem Gleis ist, brauchen wir für den Übergang mehr und attraktivere Busverbindungen ins Großherzogtum. Verkehrsministerin Rehlinger darf nicht weiter darauf warten, bis Luxemburg eventuell weiteren SaarLuxBussen anbietet, sondern muss aktiv auf den Nachbarn zugehen.“ Erforderlich sei zudem eine tarifliche und fahrplanmäßige Verknüpfung der Buslinien mit dem SaarVV. „Müssen zwei Abonnements erworben werden, sind Bus und Bahn viel zu teuer und keine Alternative zum Auto mehr. Zugleich gilt dies für nicht angepasste Umsteigezeiten.“

Zudem müsse der Saarbrücken-Express, der von Luxemburg angeboten werde, tariflich und fahrplanmäßig neu ausgerichtet werden. Tressel: „Der Saarbrücken-Express zwischen Luxemburg und Saarbrücken ist vor allem auf die Verknüpfung des Fernverkehrs ausgelegt und bislang nur bedingt für Grenzpendler geeignet. Der Bus sollte zum Kirchberg-Plateau verlängert und vor allem tariflich in den SaarVV integriert werden.“ Eine bestmögliche Anbindung an das Großherzogtum liege im ureigensten Interesse des Saarland, um auch von dessen wirtschaftlichen Wachstum zu profitieren.