Einbruch bei SaarVV-Fahrgastzahlen - Tarifreform bereits zum 1. Januar 2020 umsetzen - Markus Tressel - Mitglied des Deutschen Bundestages - Bündnis 90/Die Grünen - Saarland

ÖPNV-Mittel: Tressel fordert spürbaren Angebotsausbau

Mehr Zug- und Busverbindungen nach Jahren der Stagnation dringend notwendig

Als Reaktion auf die vom Bundestag beschlossene Erhöhung der Regionalisierungsmittel für den öffentlichen Personennahverkehr um insgesamt 5,25 Milliarden Euro bis zum Jahr 2031 fordert der saarländische Bundestagsabgeordnete und Grünen-Landeschef Markus Tressel einen spürbaren Angebotsausbau im Saarland. Nach Jahren der Stagnation sei dieser Schritt mehr als überfällig. Zudem müssten die zusammengestrichenen Züge zwischen Saarbrücken und St. Wendel wieder angeboten werden. Tressel wirft Verkehrsministerin Rehlinger vor, sich lediglich auf die mittel- bis langfristige „Zukunftsvision“ zu konzentrieren, statt jetzt spürbare Verbesserungen auf den Weg zu bringen. Auf Grund der Versäumnisse brauche es jetzt auch kurzfristige Maßnahmen.

„Während andere Bundesländer Jahr für Jahr ihre Zugverbindungen ausbauen und beispielsweise Takte verdichten, stagniert das Angebot im Saarland seit vielen Jahren auf niedrigem Niveau. Mit dem Fahrplanwechsel im vergangenen Dezember wurde das Verkehrsangebot sogar erstmals seit langer Zeit reduziert. Vor dem Hintergrund der Klimakrise und der notwendigen Verkehrswende ein massiver Fehler. Mit der beschlossenen Erhöhung der Regionalisierungsmittel und den neuen finanziellen Spielräumen im Landeshaushalt bietet sich die Chance, endlich mehr Züge auf das Gleis und mehr Busse auf die Straße zu bringen“, sagt Markus Tressel, Bundestagsabgeordneter und Chef der Saar-Grünen. 
Der Grünen-Politiker fordert einen spürbaren Angebotsausbau von Zug- und Busverbindungen im Saarland. Zudem müsse die Halbierung des Regionalbahn-Angebots zwischen Saarbrücken und St. Wendel an Samstagen unverzüglich zurückgenommen werden. Tressel: „Wir brauchen endlich Verbesserungen im Verkehrsangebot, beispielsweise bessere Verbindungen für Berufspendler. Lediglich die „Zukunftsvision“ mit einem Zielhorizont von 10 bis 15 Jahren im Rahmen der Verkehrsentwicklungsplan-Novelle zu entwickeln, greift zu kurz. Die Versäumnisse im Angebotsausbau der vergangenen Jahre machen neben der mittel- bis langfristigen Planung jetzt auch kurzfristige Maßnahmen dringend erforderlich. Mehr Züge müssen so bald wie möglich auf das Gleis. Für den Übergang kann auch ein verstärktes Busangebot geprüft werden, das schneller zu realisieren ist.“