Pandemiefähigkeiten in der Großregion bündeln

Maskenproduktion: FFP2-Masken dürfen kein Luxusgut sein

Angesichts des Ansteigens der Infektionszahlen und des Einstiegs Luxemburg in die FFP2-Maskenproduktion, fordert der saarländische Bundestagsabgeordnete und Grünen-Landeschef Markus Tressel, die Pandemiefähigkeiten in der Großregion zu bündeln. Bei der Bewältigung einer möglichen zweiten Welle müsse deshalb grenzüberschreitend enger zusammengearbeitet werden, auch bei Herstellung und Bevorratung von medizinischen Produkten. FFP2-Masken dürften kein Luxusgut sein.

„Immer noch besteht im Saarland offenbar Bedarf an adäquater Schutzausstattung, wie der heftig geführte Verteilkampf um gerade einmal 45.000 FFP2-Masken an Lehrkräfte deutlich gemacht hat. Dabei wären FFP2-Masken nicht nur für Lehrkräfte wichtig, sondern auch für andere Berufsgruppen mit vielen Kontakten. Das ist auch eine klare Frage des Arbeitsschutzes, dem sich der Dienstherr bzw. Arbeitgeber stellen muss. Auch im Privatleben wären Schutzmasken mit hohem Wirkungsgrad für vulnerable und ältere Menschen in bestimmten Situation wichtig“, sagt Markus Tressel, Bundestagsabgeordneter und Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Saar.

Der Grünen-Politiker fordert die Landesregierung daher auf, die entsprechenden Rahmenbedingungen für ausreichend Schutzausrüstung zu schaffen. Tressel: „Die Pandemie ist noch lange nicht zu Ende. Niemand kann derzeit mit Gewissheit sagen, ob und wann es einen Impfstoff bzw. wirksame Medikamente gibt. Wir brauchen deshalb ausreichend z.B. eben jene FFP2-Masken zu erschwinglichen Preisen, damit sich die Menschen auch aktiv schützen können, wenn der Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden kann. Einfache Stoffmasken werden den unterschiedlichen Lebens- und Berufsrealitäten nicht immer gerecht.“ Zur Umsetzung könnte die Pandemiefähigkeiten in der Großregion gebündelt werden. Tressel: „Luxemburg etwa investiert in eine Maschine, die FFP2-Masken produzieren kann und will noch im Oktober die Serienproduktion im eigenen Land starten. Um davon zu profitieren, sollte die Landesregierung Optionen und Kooperationsmöglichkeiten prüfen. Wir brauchen endlich eine Pandemiestrategie, die die Fähigkeiten der Großregion bündelt und damit zu einem echten Mehrwert für die beteiligten Regionen wird.“