Leere Sitzplätze im ÖPNV

SaarVV-Tarifreform: Tressel drängt auf festen Starttermin

Grünen-Anfrage: Zeitplan offenbar weiter unklar – Ministerin Rehlinger muss für Transparenz sorgen

Der Landesvorsitzende der Grünen und Bundestagsabgeordnete Markus Tressel fordert einen verbindlichen Zeitplan mit einem festen Starttermin für die Tarifreform im Saarland. Die Fahrgäste hätten einen Anspruch darauf endlich zu wissen, wann und wie es mit den Fahrpreisen weitergehe, so Tressel. Gerade in der Krise brauche der ÖPNV eine klare Perspektive. Offenbar ist der Zeitplan weiterhin unklar, wie eine Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf Tressel-Anfrage nahelegt. Verkehrsministerin Rehlinger müsse endlich für Transparenz sorgen.

„Der Starttermin für die lang angekündigte und dringend notwendige Tarifreform ist weiter offen. Offenbar sind die Gespräche zwischen Aufgabenträger und Verkehrsunternehmen erst in Planung, obwohl Verkehrsministerin Rehlinger seit nunmehr knapp zwei Jahren beabsichtigt, die Tarifreform „schnellstmöglich“ umzusetzen. Die Corona-Krise kann in Zeiten von Videokonferenzen keine Ausrede dafür sein, die notwendigen Gespräche nicht zu führen. Man kann den Eindruck gewinnen, dass die Ministerin den Starttermin bewusst verzögert, aus welchen Gründen auch immer“, sagt Markus Tressel, Bundestagsabgeordneter und Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Saar.

Der Grünen-Politiker fordert einen verbindlichen und möglichst schnellen Starttermin für die SaarVV-Tarifreform. Tressel: „Der Handlungsbedarf ist riesig und vor allem akut. Wir brauchen endlich einen verbindlichen Starttermin, auf den sich alle Saarländerinnen und Saarländer einstellen können. Gerade in der Krise braucht der ÖPNV jetzt eine klare Perspektive.“ Zudem sei immer noch unklar, wie die Tarifreform letztendlich wirklich aussehe. „Ich erwarte, dass das kleinteilige, teure und ungerechte 140-Wabensystem auf dem Weg zum 365-Euro-Ticket auf höchstens drei Tarifzonen radikal zusammengestrichen wird. Alles andere wäre eine herbe Enttäuschung für alle, die auf spürbare Verbesserungen gehofft hätten. Die angekündigten Pauschaltickets sind auf Grund ihrer Einschränkungen meist keine Alternative, insbesondere für Berufspendler.“

Die Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf die Schriftliche Frage von Markus Tressel finden Sie hier.

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