Tressel: Bliesaue durch Straßenbau nicht gefährden
Anlässlich des Tags der Artenvielfalt fordert der saarländische Bundestagsabgeordnete und Grünen-Landeschef Markus Tressel ein Landesprogramm zur Revitalisierung von Auen. Auen gehörten zu den artenreichsten Lebensräumen überhaupt. Ihre Revitalisierung sei zudem eine wichtige Anpassungsmaßnahme für den Hochwasserschutz infolge der Klimakrise. Der Grünen-Politiker warnt in diesem Zusammenhang vor der Zerstörung von Teilen der Bliesaue durch den Bau der B423-Umgehung bei Homburg.
„Auen, die regelmäßig überflutet werden, gehören zu den artenreichsten Lebensräumen überhaupt und besitzen ein großes Potenzial für durchgehende Biotopverbünde. Zudem spielen Auen für den vorsorgenden Hochwasserschutz infolge der Klimakrise eine entscheidende Rolle. Laut dem Auenzustandsbericht gibt es aber einen herben Verlust von Überschwemmungsflächen. Zudem wird die Saar mit der schlechtesten Auenzustandsklasse bewertet“, sagt Markus Tressel, Bundestagsabgeordneter und Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Saar.
Der Grünen-Politiker fordert ein Landesprogramm zur Revitalisierung von Auen. Tressel: „Das Bundesamt für Naturschutz hat in einer Studie belegt, dass Revitalisierungen von Auen sehr erfolgreich sein können. Mit einem Landesprogramm zur Revitalisierung von Auen könnte das Land einen wichtigen Beitrag für die Artenvielfalt leisten und zugleich etwas für den Hochwasserschutz unternehmen.“ Zugleich dürften bestehende Auen ab sofort nicht mehr zerstört werden. „Der Bau einer B423-Umgehung durch die Bliesaue wäre ein schwerer Fehler, den man unbedingt vermeiden muss.“

Markus Tressel war von 2009 bis 2021 Grüner Bundestags-abgeordneter für das Saarland. Er war Mitglied im Ausschuss für Tourismus sowie im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft. Außerdem war Markus Tressel Sprecher für Tourismuspolitik und ländliche Räume in der Grünen Bundestagsfraktion. Des Weiteren war er von 2017 bis 2021 Landesvorsitzender der saarländischen Grünen.