Radfahrer mit Helm (Photo by Yolanda Sun on Unsplash)

Tag der Verkehrssicherheit: Hohe Unfallzahl durch Handlungskonzept deutlich senken

Tressel: Fahrradfahrer und Fußgänger im Straßenverkehr besser schützen

Anlässlich des heutigen Tags der Verkehrssicherheit, der dieses Jahr im Saarland in digitaler Form stattfindet, fordert der saarländische Bundestagsabgeordnete und Grünen-Landeschef Markus Tressel ein interministerielles Handlungskonzept von Verkehrs- und Innenministerium, um die hohe und jährlich steigende Zahl der Verkehrsunfälle deutlich zu senken. Der Grünen-Politiker wirft der Landesregierung vor, die Verkehrssicherheit nicht in den Griff zu bekommen. Signifikante Fortschritte seien nur ansatzweise erkennbar, die Vision Zero entpuppe sich bei immer noch 26 Verkehrstoten als Luftnummer. Insbesondere müssten Radfahrer und Fußgänger als schwächste Verkehrsteilnehmer besser geschützt werden.

„Im vergangenen Jahr verunglückten laut polizeilicher Verkehrsunfallstatistik 4.875 Menschen bei Verkehrsunfällen im Saarland. 26 Menschen wurden dabei getötet und 705 schwer verletzt. Während diese Zahlen glücklicherweise im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein wenig gesunken sind, ist die Zahl der Verkehrsunfälle auf 35.485 weiter angestiegen. Bei den Verkehrsunfällen setzte sich damit ein langjähriger Trend fort“, sagt Markus Tressel, Bundestagsabgeordneter und Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Saar.

Der Grünen-Politiker wirft der Landesregierung vor, die Verkehrssicherheit nicht in den Griff zu bekommen. Tressel: „Signifikante Fortschritte bei der Verkehrssicherheit sind nur ansatzweise erkennbar. Warme Worten, ein paar zusätzliche Verkehrsschilder am Straßenrand und öffentlichkeitswirksame Großkontrollen reichen nicht. Insbesondere die Vision Zero, im Jahr 2013 noch als handlungsleitendes Motiv von der damaligen Innenministerin Bachmann verkündet, entpuppt sich bei immer noch 26 Verkehrstoten als Luftnummer. Hier hätte müssen deutlich mehr passieren.“

Tressel fordert ein Handlungskonzept, um die hohe Zahl der Verkehrsunfälle und damit auch die Verletzten und Toten im Straßenverkehr in den kommenden Jahren merklich zu reduzieren. „Wir benötigen ein interministeriellen Handlungskonzept von Verkehrs- und Innenministerium mit einem umfassenden Maßnahmenkatalog. Unfallschwerpunkte müssen konsequent entschärft werden, auch durch bauliche Veränderungen. Notwendig sind zudem mehr Tempolimits und Überholverbote, insbesondere für bestimmte Wetter- und Verkehrssituationen. Nicht zuletzt braucht es mehr Verkehrskontrollen und mehr Präventionsarbeit.“

Insbesondere Radfahrer und Fußgänger müssten im Straßenverkehr besser geschützt werden. Tressel: „Wir brauchen eine bessere Infrastruktur für Radfahrer und Fußgänger, um diese im Straßenverkehr besser zu schützen. Kommt es zu einem Unfall, haben diese ein besonders hohes Verletzungs- und Sterberisiko. Dazu gehören mehr und ausreichend breite Radwege. Zugleich müssen Polizei und Ordnungsämter stärker gegen Falschparker vorgehen und beispielsweise auch die Einhaltung des Mindestabstands beim Überholen von Radfahrern häufiger kontrollieren.“