Strand mit Sonnenschirmen

Tourismus in Coronazeiten: Tressel fordert bessere Koordinierung

Der tourismuspolitische Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen Markus Tressel warnt angesichts wieder ansteigender Infektionszahlen und einer Vielzahl unterschiedlicher Reise- und Quarantäneregeln der Bundesländer vor einem bevorstehenden Chaos in den anstehenden Herbstferien.

Die Bundesregierung habe es nicht geschafft, wenigstens Deutschland einheitlich bereisbar zu halten. Jetzt brauche es schnell eine effektive Koordinierung der Tourismuspolitik zwischen Bund und Ländern.

Tressel: „Die Corona-Zahlen in Deutschland steigen und die Risikogebiete mehren sich wieder. Es zeichnet sich jetzt schon ab, dass sich das Durcheinander unüberblickbarer und unterschiedlicher Maßnahmen des diesjährigen Frühsommers wiederholt.

Die Bundesregierung hatte seit März Zeit, Probleme von innerdeutschen und -europäischen Grenzschließungen zu thematisieren und Lösungen zu entwickeln, damit sich diese Situationen eben nicht wiederholen. Offenbar hat sie diese Zeit nicht genutzt.

Wir brauchen endlich bundeseinheitliche Rahmenbedingungen und Indikatoren, auf deren Basis man länderübergreifend handelt. Hilfreich könnte dabei ein Expertengremium sein, das aus den Verantwortlichen der Bundes- und Landesregierungen, aus Fachleuten der Tourismusbranche sowie GesundheitsexpertInnen besteht. Es wäre ein gutes und längst überfälliges Zeichen an die Destinationen und die Tourismuswirtschaft, wenn sich das Wirtschaftsministerium endlich einer effektiven Koordination annehmen würde. Die Fehler der vergangenen Monate dürfen nicht wiederholt werden.“