Markus Tressel Saarland

Tressel fordert Mehrfahrtenkarten im SaarVV

Fahrkartenangebot auch auf Bedürfnisse von Beschäftigten im Home-Office ausrichten

Anlässlich der Etablierung von Heimarbeit infolge der Corona-Krise fordert der saarländische Bundestagsabgeordnete und Grünen-Landeschef Markus Tressel flexiblere und auf die Bedürfnisse von Home-Office-Beschäftigen zugeschnittene Pendlertickets im SaarVV. Das angebotene Jobticket und die weiteren Zeitkarten orientierten sich noch an Arbeitsmodellen, bei denen täglich der Arbeitsplatz aufgesucht werde. Der Grünen-Politiker fordert neue Angebote für Pendler, die nur tageweise im Büro sind.

„Die Veränderung der Arbeitswelt hat sich infolge der Corona-Krise stark beschleunigt. Immer mehr Unternehmen bieten ihren Beschäftigten an, auch tageweise im Home-Office zu arbeiten. Während sich die Arbeitswelt wandelt, bleiben die Tarifmodelle des SaarVV allerdings weiter auf traditionelle Arbeitsmodelle zugeschnitten. Das Jobticket und die Zeitkarten rechnen sich nur dann, wenn man täglich den Arbeitsplatz aufsucht“, kritisiert Markus Tressel, Bundestagsabgeordneter und Landesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Saar.

Der Grünen-Politiker fordert flexible Pendler-Tickets, die auf die besonderen Bedürfnisse von Beschäftigten im Home-Office zugeschnitten sind. Tressel: „Für Pendlerinnen und Pendler, die nur tageweise ihren Arbeitsplatz aufsuchen, gibt es derzeit kein adäquates Tarifmodell. Wir brauchen daher neben den Zeitkarten auch Mehrfahrtenkarten, beispielsweise ein 20-Fahrten-Ticket, wie es die Deutsche Bahn ab sofort für Fernverkehrspendler anbietet.“

Bahn und Bus müssten auch für diese Pendler-Gruppe eine echte Alternative zum eigenen Auto werden. Tressel: „Das eigene Auto ist bei tageweisen Fahrten meist kostengünstiger als Einzelfahrkarten und als die bisherigen Zeitkarten. Zum Umsteigen kann man unter diesen Bedingungen niemanden bewegen, der nur ab und zu ins Büro muss. Das muss sich durch ein flexibleres Fahrkartenangebot ändern.“