Fahrplanwechsel: Grüne kritisieren Zugkahlschlag am Wochen - Markus Tressel - Mitglied des Deutschen Bundestages - Bündnis 90/Die Grünen - Saarlandende

Tressel für Glyphosat-Stopp auf Saar-Gleisen

Umweltminister Jost darf keine neuen Genehmigungen erteilen

Vor dem Hintergrund, dass die Deutsche Bahn ihren Glyphosat-Verbrauch im kommenden Jahr deutlich reduzieren möchte, fordert der saarländische Bundestagsabgeordnete und Grünen-Landeschef Markus Tressel Umweltminister Jost auf, ab sofort keine neuen Erlaubnisse für die Ausbringung des Totalpestizids Glyphosat mehr an saarländische Schieneninfrastrukturbetreiber zu erteilen. Künftig müssten die Betreiber von Gleisanlagen alternative, umweltschonende Verfahren zur Vegetationskontrolle nutzen. Tressel fordert Jost zudem auf, auch bei der Deutschen Bahn auf einen vollständigen Glyphosat-Verzicht zu drängen.

„Nicht nur die Deutsche Bahn darf zur Vegetationskontrolle im Gleisbereich das insektenfeindliche und vermutlich krebserregende Totalpestizid Glyphosat benutzen, sondern auch saarländische Schieneninfrastrukturbetreiber wie die Saarbahn oder weitere Unternehmen mit Gleisanlagen. Damit muss ab sofort Schluss sein. Die Landwirtschaftskammer als zuständiger staatlichen Pflanzenschutzdienst darf keine neuen Genehmigungen mehr vergeben. Ich erwarte von Umweltminister Jost, als zuständige Fachaufsicht, hier eine klare Weisung zu erteilen“, sagt Markus Tressel, Bundestagsabgeordneter und Chef der Saar-Grünen.

Der Grünen-Politiker fordert die saarländischen Schieneninfrastrukturbetreiber auf, ihre Ausbringsungserlaubnisse freiwillig auslaufen zu lassen und künftig auf umweltschonende Alternativen zum Gifteinsatz zu setzen. Tressel: „Vegetationskontrolle gelingt auch durch mechanische und thermische Verfahren, dafür braucht es weder Glyphosat, noch Flazasulfuron oder Flumioxazin. Wer auf Gifte setzt, macht es sich zu einfach, gerade auf dem überschaubaren Streckennetz im Saarland. Die Schweizerischen Bundesbahnen, die schweizweit ab 2025 komplett kein Glyphosat mehr einsetzen wollen, setzen beispielsweise auf heißes Wasser. Auch die Deutsche Bahn als größter Schieneninfrastrukturbetreiber im Saarland muss hier endlich vollständig umdenken.“