Tressel für Saar-Haldenkonzept

Haldenlandschaft entwickeln und Potenziale heben

Der saarländische Bundestagsabgeordnete Markus Tressel hat ein saarländisches Haldenkonzept angeregt, um die Haldenlandschaft zu entwickeln und ihre Potenziale zu heben. Bislang fehle es an einer Gesamtstrategie mit einem Rahmen-Nutzungskonzept und übergreifenden gestalterischen Prinzipien für die Entwicklung der zahlreichen Bergehalden im Saarland, wie die Reden-Debatte in den vergangenen Monaten deutlich gemacht habe. Viele Halden hätten im Hinblick auf Tourismus, Freizeit, Naturschutz und Klimaschutz großes Potenzial, das meist noch nicht gehoben sei.

„Die Debatte um die Entwicklung der Bergehalde Reden macht deutlich, dass es im Saarland trotz einiger guter Ansätze vor Ort an einer Gesamtstrategie für die Entwicklung der vielen Rückstandshalten des Steinkohlebergbaus im Saarland fehlt, nach dem das Abschlussbetriebsplanverfahren durchgeführt worden ist. Viele kleinere und größere Halden haben großes Potenzial im Hinblick auf Tourismus, Freizeit, Naturschutz oder Klimaschutz“, so Tressel.

Je nach Topografie, Lage und Größe gebe es verschiedene Entwicklungsmöglichkeiten. „Manche Halden haben touristisches Potenzial für Wanderer und Radfahrer, andere prägen die örtliche Identität als Aussichtspunkt oder Landmarke. Andere Halden, wie etwa die Königshalden in Neunkirchen oder der Monte Barbara in Bexbach besitzen Potenzial zur Erweiterung der innerstädtischen Erholungslandschaft. Insbesondere gilt es, die Halden für den Klimaschutz fit zu machen: Halden können auch als Standorte für Solaranlagen dienen oder durch Wiederbewaldung einen entsprechenden Beitrag leisten, der oft auch dem Natur- und Artenschutz hilft.“

Tressel fordert ein Saar-Haldenkonzept mit einer umfassende Bestandsaufnahme und Kategorisierung aller Halden im Saarland. „In einem Haldenkonzept könnten Nutzungsperspektiven und übergreifende gestalterische Prinzipien für alle saarländischen Halden entwickelt werden. Zudem sollten in dem Konzept die Investitionsbedarfe, der Bewirtschaftungsaufwand und eine mögliche Förderperspektive dargestellt werden. Auch ein landesweit einheitliches Erkennungs- und Informationssystem der Haldenlandschaft wäre wichtig. Die Landesregierung ist hier in der Verantwortung, den entsprechenden Rahmen für die Akteure vor Ort bereit zu stellen, um die Haldenlandschaft zukunftsgerichtet zu entwickeln.“