Einigung der Union geht auch zu Lasten von Reisenden
Anlässlich des von CDU und CSU verkündeten „Asylkompromisses“ und der daraufhin von Österreich erwogenen Einführung von Grenzkontrollen an der österreichischen Südgrenze befürchtet Markus Tressel, der tourismuspolitische Sprecher der Grünen Bundestagsfraktion, chaotische Zustände im Urlaubsverkehr nach Südeuropa. Auch andere Länder könnten bei groß angelegten Grenzkontrollen folgen und damit die Urlaubszeit ohne Not chaotisieren.
Tressel dazu „Die CSU ist dabei, mit ihrem unverantwortlichem Abschottungs-Schauspiel eine Eskalationsspirale der Grenzkontrollen quer durch Europa loszutreten und die CDU macht jetzt mit. Sie stellt damit nicht nur die Grundprinzipien der europäischen Einigung in Frage. Hunderttausende Urlauber werden das Possenspiel der Union am eigenen Leib zu spüren bekommen, wenn gerade jetzt in der Hauptreisezeit wieder Grenzkontrollen etwa an der Südgrenze Österreichs drohen und möglicherweise andere Nachbarländer nachziehen werden.
Die CSU nimmt aus Angst vor einem Verlust der absoluten Mehrheit in Bayern die ganze Republik in Haft und destabilisiert damit nicht nur Deutschland, sondern ganz Europa. Die Leidtragenden dieses Polit- Theaters sind in aller erster Linie die Geflüchteten, aber jeder Europäer, jeder Reisende wird den Rückschritt in Europa spüren, wenn er dort, wo er bisher frei passieren konnte, wieder vor der Grenzkontrolle im Stau steht. Am Ende wird diese Einigung in der Sache nur Nachteile bringen, auch für die Reisenden und die Reisebranche, die damit den Egotrip der CSU ausbaden müssen.“

Markus Tressel war von 2009 bis 2021 Grüner Bundestags-abgeordneter für das Saarland. Er war Mitglied im Ausschuss für Tourismus sowie im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft. Außerdem war Markus Tressel Sprecher für Tourismuspolitik und ländliche Räume in der Grünen Bundestagsfraktion. Des Weiteren war er von 2017 bis 2021 Landesvorsitzender der saarländischen Grünen.